Ende von Quadriennale nicht gerechtfertigt

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Ende von Quadriennale nicht gerechtfertigt

QUADRIENNALE DÜSSELDORF 2014: Über das Morgen hinaus
QUADRIENNALE DÜSSELDORF 2014: Über das Morgen hinaus
24.10.2014

Das überraschende Aus der Quadriennale von Seiten der Ampel empört die CDU-Ratsfraktion. „Hier wird eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe ohne Angabe von Gründen lebendig begraben“, ärgert sich Bürgermeister Friedrich G. Conzen, der Vorsitzende des Kulturausschusses. „Die dritte Auflage des Kunstfestivals in diesem Jahr hatte 310.000 Besucherinnen und Besucher – so viele wie noch nie. Die Resonanz über alle Medien war hervorragend. Allein in der Presse gab es fast 7.000 Erwähnungen. Das hätte eine Fortsetzung gerechtfertigt.“

Zumal auch die Verantwortlichen aller beteiligten Institute einhellig dafür seien. „Mich wundert, dass man diejenigen, die mitgemacht haben und ganz dicht am Publikum dran sind, nicht einmal informiert, geschweige denn vorher gefragt hat. Aus der Zeitung mussten sie vom Ende des Events erfahren. Von der viel beschworenen Transparenz und einem demokratischen Dialog, für den die Ampel stehen will, kann hier keine Rede sein. Ihr hochtrabendes Bekenntnis in der Bündnisvereinbarung zum ‚Pulsschlag’ von Kunst und Kultur in Düsseldorf passt nicht zu diesem Aderlass“, kritisiert Conzen.

Potenzial für „Quadriennale 2.0“
Der Kulturexperte hätte sich einen Runden Tisch zur Weiterentwicklung der Quadriennale gewünscht: „Ich sehe zum Beispiel großes Potenzial in einem Cross-over aus Bildender Kunst und Musik. 2018 feiert der Städtische Musikverein sein 200-jähriges Jubiläum. Das hätten die Kulturplaner zum Anlass nehmen können, die Sparte Musik ins Programm der Quadriennale aufzunehmen. Unsere Stadt lebt von einer vielfältigen Musiktradition, die u. a. Robert Schumann, Klaus Doldinger, Kraftwerk, die Toten Hosen und Dieter Falk umspannt. Wir haben die Düsseldorfer Symphoniker, das Jugendsinfonieorchester, die ‚SingPause’, das New Fall Festival, das Internationale Orgelfestival, das Open Source Festival und die Jazz Rally. Man hätte freie und etablierte Musikerinnen und Musiker für eine ‚Quadriennale 2.0’ gewinnen können. Dafür wäre die CDU-Ratsfraktion eingetreten.“